Wow, genau wie das Leben!
Vielen Dank Sarah für dieses Fundstück!
“Wer Menschen führen will, muss hinter ihnen gehen.”
Führung bedeutet nicht Menschen das eigenständige Handeln durch Anweisungen vorwegzunehmen, sondern sie in Ihrem zu stärken und dem Gemeinsamen eine Richtung zu geben.
Auf welche Werte gründet sich also die Fähigkeit Menschen in eine Richtung zu leiten? Was ist die Grundlage für Leadership? Inspiriert von Susanne Bartels Artikel zu Führungsstilen von Scrum Mastern, komme ich – und nicht nur für Scrum Master – zu folgenden Wertebild für Leadership:
weitere Eigenschaften:
Grundlage: Kompetenz, Wissen, Erfahrung, Selbstwirksamkeit, Glaubwürdigkeit, Zutrauen, Unterstützung
Weiterführendes: eine gute Auflistung der Top 10 Personal Skills eines Scrum Masters
Alles, was Menschen hilft, was sie einlädt, ermutigt und inspiriert, eine neue, andere Erfahrung zu machen als bisher, ist gut für das Hirn …
Gestern war der populärwissenschaftliche Neurobiologe Gerald Hüter in der Urania in Berlin zu “Verbundenheit und Autonomie”. Was viele von uns Projektmanagern und Coaches bereits wissen hörte ich gestern “wissenschaftlich bestätigt”: Man kann dem Menschen nicht beibringen, nichts vermitteln, nichts lehren. Unser Gehirn funktioniert so nicht. Man kann Menschen nur darin unterstützen sich für neue Erfahrungen zu Begeistern.
Erst durch Begeisterung wird…
…an den Enden dieser Fortsätze wird ein Cocktail von neuroplastischen Botenstoffen ausgeschüttet. Diese Botenstoffe bringen nachgeschaltete Nervenzellverbände dazu, verstärkt bestimmte Eiweiße herzustellen. Diese werden für das Auswachsen neuer Fortsätze, für die Bildung neuer Kontakte und für die Festigung und Stabilisierung all jener Verknüpfungen gebraucht, die im Hirn zur Lösung eines Problems oder zur Bewältigung einer neuen Herausforderung aktiviert worden sind.
Mal radikal gesprochen: die einzigen Führungsmethoden die es braucht sind die, die Begeisterung für neue Erfahrungen von eigenständiger Handlungskompetenz in Gruppen (die zwei weiteren, wesentlichen Elemente) entfachen und fördern. Alle anderen Methoden funktionieren biologisch einfach nicht. Dafür Selbstorganisation und Kooperation – Scrum sei Dank.
Für erfolgreiche Projekte in komplexen Umgebungen braucht es lernende Teams. So der Grundsatz des agilen Projektmanagements. Gerald Hüther klärte auf, dass das was das Lernen ermöglicht Begeisterung ist.
Will man die Produktivität eines Team, also dessen Lernkurve verbessern gibt es nur ein: Begeistere Dein Team neue Erfahrungen zu machen!
Menschen, die sich noch einmal mit Begeisterung für etwas öffnen, was ihnen bisher verschlossen war, praktizieren dieses wunderbare Selbstdoping für das eigene Gehirn.Die Wissenschaft nennt diesen Prozess Potenzialentfaltung. Es ist das genaue Gegenteil von dem, was die meisten Menschen gegenwärtig betreiben: bloße Ressourcennutzung. (s.a. Podcast zur Potentialentfaltung)
Alle Zitate stammen aus dem Text “Begeisterung” von Gerald Hüther, den es lohnt ganz zu lesen. Auch eine Empfhelung: Audio-CD “Den Übergang meistern – Von der Ressourcenausnutzung zur Potentialentwicklung”
Es ist ein guter Hinweis von Robert Wiechmann das Thema Auslastung einmal gesondert mit dem umgebenden Management einer agilen Organisation zu besprechen. Bei Manager mit einem funktionalen Erfahrungshintergrund an Organisation und Führung kommt es hier häufig zu Verwechselungen. Auslastung steht für Produktivität – dieser Kurzschluss führt in komplexen Umgebung zu einer Senkung von Produktivität und Wertschöpfung.
Was braucht und tut ein Team um Produktiv zu sein? Zu der Aufzählung von Robert Wiechmann würde ich gerne noch die Pflege des Teams hinzufügen, als die Verbesserung der Beziehungen der Teammitglieder, der Kommunikation, der Gruppendynamik und Zufriedenheit jedes Einzelnen.
Kreativität und Innovation braucht einen zwanglosen Raum. Motivation braucht das gesehen und geachtet werden, in seiner Gänze mit seiner Arbeit, Zielen und Bedürfnissen. Produktivität ist das Produkt aus Kompetenz, Kreativität, Innovation und Motivation. Auslastung wird in dieser Gleichung gar nicht benötigt (genau so wenig wie “work done” wenn “work left” und die “timebox” bekannt ist).
Im Zug meiner Zertifizierung-Vorbereitung zum Professional Scrum Master habe ich eine MindMap zum Scrum-Guide (als PDF Dokument) von Ken Schwaber und Jeff Sutherland erstellt, die ich gerne teile…
Der Scrum-Guide von scrum.org bezeichnet Scrum als ein Framework (für SE-Projekte) – also ein organisatorischer Rahmen für Methoden und Werkzeuge der Kooperation und Organisation, die gerne unter dem Begriff des Projektmanagements zusammen gefasst werden. Auf den 16 Seiten des Scrum-Guides werden die Kernelement von Scrum beschrieben: roles, events, artefacts and rules.
Die Link- und Literatursammlung zu Scrum von Horst Peterjohann ist sehr umfassend und aktuell und ergänzt eine prägnante Einführung in Scrum.
Da Bilder mehr sagen, als tausend Worte sind für mich Scrum-Poster wie diese beiden die gelungensten Darstellungen…
(…und für Brainstormer ein Einführungs(Werbe)Video zu Scrum – es hält sich nicht ganz an die Abgrenzungen des Scrum-Guides ist dafür aber gut animiert und schnell…)
Die ewige Frage: Geht es um die Form oder den Inhalt?
Agil – das neue Buzz-Word und Wundermittel für das Management. Wie zuvor CSR, Nachhaltigkeit, Social Media, …
Eine mögliche Design-Follows-Function-Antwort: “Die Form ist Ausdruck des Inhalts und der Inhalt das Mittel zum Zweck.”
Great workshop today: SoYouKnow – Design Thinking and Project Management for Social Entrepreneurs at the betalab lisboa hostet from the socialdesignsite.com.
We had a lot of fun and it was amazing how far we get in only three hours. In the end we had the basic next steps defined and estimated to start the project. Great!
Ab morgen sind Peter und ich mit dem Lotus JamCamp Bus unterwegs, um quer durch Deutschland über die Arbeistplätze der Zukunft, Enterprise 2.0, Social Media und neue Formen der Zusammenarbeit zu sprechen.
Los geht es am 19.4. in Berlin, dann geht es nach Hannover (Besuch bei t3n und zum Hannover Webmontag), besuchen am 20. April die Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh, um dort zu diskutieren, wie eine Institution wie die Bertelsmann-Stiftung das Web 2,0 nutzen kann, um den Austausch zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zu fördern. Danach geht es zur Telekom nach Bonn, wo Enterprise 2.0 im Mittelpunkt des Gesprächs steht. Nach Zwischenstopp in Köln fahren wir zur Uni Koblenz, um das dortige Competence Center für Collaboration zu besuchen und dessen Eröffnung zu feiern. Weiter geht es am 21. April nach Karlsruhe zu Diskussionsstopps am KIT, dem laut FAZ „deutschen MIT“, und zur Karlshochschule. Dieser Tourtag endet in Walldorf im ISICC, dem gemeinsamen Kompetenzzentrum von SAP und IBM. Am 22. April fahren wir zur Universität Mannheim, bevor es nach Stuttgart geht. In der Schwabenmetropole nehmen wir anschließend an der 1. XING CM Lounge teil. Dort steht das Thema Compliance in einer Anhörung im Mittelpunkt. Und am 23. April geht es mit dem Bus dann zum Lotus JamCamp nach Ehningen auf den IBM Campus.
Online kann hier mitgejamed werden:
https://jamcamp.ideajam.net
http://www.zusammenarbeiten.org
Ein Kommentar zum Interview von Dr. Georg Angermeier und Jessika Herrmann mit Prof. Gareis zum nachhaltigen Projektmanagement im Projekt Magazin.
Wie Prof. Gareis sehe ebenfalls einen generellen Paradigmenwechsel in der Gesellschaft. (Unternehmerisches) Handeln beschränkt sich immer weniger auf die Wirtschaft sondern gestaltet zunehmend auch gesellschaftliche Bereiche (#Social Entrepreneurship, #Social Business). Dagegen beschränkten sich persönliche Werte und Ethik immer weniger auf die gesellschaftliche Bereiche sondern bestimmen zunehmend unser Wirtschaften. (#CSR, #Partizipation, #Kooperation, #Coworking, #Nachhaltigkeit, #Ehrlichkeit, #Transparenz, #Openness).
Ich sehe in dieser Durchmischung die gesellschaftliche Entwicklung einer ganzheitlichen Sicht auf alle Lebensbereiche. Die ganzheitliche Sicht und nachhaltigen Denken sind für mich eng verbunden. Wollen wir auf diesem planten überleben muss unser (Projekt-)Wirtschaften nachhaltiger werden und das kann langfristig nur durch eine ganzheitliche, wahrhaftige Betrachtung unseres Handels geschehen. Der erste Schritt ist ein Bewusstsein dafür zu schaffen und draus das Projektmanagement weiterzuentwickeln.
Allerdings sehe ich Projektmanagement wie Dr. Angermeier als wertneutralen “Methodenkoffer” und das Projekt erhält seine Ausrichtung durch die Ziel, Werte und Kultur des beauftragenden Unternehmens und der Persönlichkeiten der Projektmitarbeiter.
Um ein Projekt nachhaltig zu gestallten müssen also die Zielvorgaben nachhaltig sein. Das Projektmanagement hat dann Methoden und Werkzeuge anzubieten mit denen diese Zielvorgaben umgesetzt werden können. Konkret fängt es bereits damit an, dass im Projektantrag neben den ökonomischen Zielen auch die ökologischen und gesellschaftlichen Zielvorgaben erfasst werden. Kein mir bekannter PM-Standard sieht dies zurzeit vor.
“Social Sustainability” sehe ich damit nicht nur als zwischenmenschliche (soziale) sonder auch als gesellschaftliche Interaktion. “Social Sustainability” bedeutet für mich damit auch die Beachtung der gesellschaftlichen Auswirkungen des Projekts.
Die im Interview angesprochene Möglichkeit das Budget für die Nachhaltigkeit separat, etwa wie das Risikomanagement zu halten finde ich Prof. Gareis auch nicht gut, allerdings aus dem Grund, dass es sich bei Risiko um eine andere Kostenart handelt. Risikobudget sind vom Charakter her Geldern für Gegenmaßnahmen und Reserven und bei letzteren ist es kommt es auf den Zufall an, ob diese benötigt werden. Nachhaltigkeitskosten können dagegen viel fixer geplant werden, wie die meisten anderen Projektkosten und wären damit nicht separat auszuweisen. Sicher können diese aber i.e. für Marketingzwecke separat erfasst werden.
Ich denke mit dem nachhaltigen Projektmanagement geht es um eine ganzheitliche Weiterentwicklung des Projektmanagements in Methoden und Werkzeugen aber vor allem auch des Denkens und Handelns auf persönlicher und unternehmerischer Ebene. Am Ende sind es, wie es auch Manfred Noe in seinem Kommentar angesprochen hat, die Zielvorgaben für Projekte die Nachhaltig sein müssen.